IDET (Intradiscale Wärmeapplikation)

Turning on the heat...


Mit diesem Slogan wird die neueste minimal-invasive Bandscheibenbehandlung charaktarisiert, die in den USA seit 1997 in klinischer Erprobung war. Ab Oktober 2000 steht diese Technik auch in Österreich im Sanatorium der Kreuzschwestern in Rum im Einsatz. Nach einer Ausbildung beim californischen Wirbelsäulenspezialisten Joel Saal MD, kann diese Technik auch erstmals an Patienten in Österreich eingesetzt werden.

 


Was ist das Besondere an IDET – wie die neue Behandlungsmethode für Rückenschmerzen bezeichnet wird?
Die neue Methode ergänzt die bisher bekannten minimalinvasiven und endoskopischen Behandlungsmethoden a
n Bandscheiben, ersetzt diese aber nicht. Sie dient nur zur Behandlung von Rückenschmerzen vorwiegend ohne Ausstrahlung in die Beine, nicht für Bandscheibenvorfälle mit Reizung oder Kompression von Nerven, Gefühlsstörungen und Lähmungen. Nur kleine, unter dem Längsband liegende Bandscheibenvorfälle und Vorwölbungen der Bandscheibe werden damit behandelt, die reine Rückenschmerzen verursachen.


IDET wird über eine spezielle, dünne und flexible Sonde (SpineCATH) in die erkrankte Bandscheibe appliziert. Mittels dieser aufheizbaren flexiblen Sonde wird das Kollagen in der Bandscheibe modifiziert. Das Temperaturniveau wird computergesteuert von 65 auf 90 Grad erhöht. Dies führt zu einer physikalischen und chemischen Reaktion, welche die Kollagen-Fasern kontrahiert und verdickt. Unter Röntgendurchleuchtung wird die Lage der Sonde ständig kontrolliert. Die 16 1/2 Minuten lang applizierte Wärme erreicht im Zentrum der Bandscheibe 60 bis 65 Grad und am Rand immer noch 42 bis 45 Grad. Über eine computergesteuerte Applikation wird größte Sicherheit geboten. Trotzdem kann der Chirurg jederzeit eingreifen, um die Behandlung zu unterbrechen oder die Temperatur zu senken.

Für wen ist IDET geeignet?

  • Für Patienten mit reinen Rückenschmerzen
  • Die nicht mehr als wenige Minuten schmerzfrei Sitzen können
  • Die Schmerzen bei Hausarbeiten und anderen körperlichen Arbeiten haben
  • Deren Schmerzen beim Gehen meist abklingen
  • Kein Erfolg auf konservative Behandlung über mehr als ein halbes Jahr
Auch eine geeignete Nachbehandlung gehört zum Behandlungskonzept:
  • Ein bis drei Tage stationärer Krankenhausaufenthalt
  • 6 – 12 Wochen Schonung
  • Festgelegtes Physiotherapieprogramm
  • Informationsblatt zur Nachbehandlung




Dr.med.Wolfgang Oberthaler, M.Sc
Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

A-6020 Innsbruck, Südtirolerplatz 4/7
Tel: +43-512-577204
Fax: +43-512-577204-5

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