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Vermeidung Gesundheitlicher Schäden
bei Schulkindern
Was kann man mit einfachen Mitteln verbessern?
Sitzen und Sitzmöbel
Die wichtigsten Voraussetzungen für entspanntes Sitzen sind
die richtige Sitzposition und eine geeignete Sitzgelegenheit. Tisch-
und Stuhlhöhe muß körpergerecht sein und auf die
Körpergröße abgestimmt sein. Eine schräge Tischplatte
ist von großem Vorteil, um die Augen und Halswirbelsäule
nicht übermäßig zu belasten und rasche Ermüdung
zu vermeiden. Eine gute Beleuchtung durch entsprechende Anordnung
des Sitzplatzes und ausreichende Lichtquelle ist eine weitere wichtige
Voraussetzung. Nachdem es ÖNORM- Vorschriften für Schulmöbel
gibt, liegt es an den Eltern, auch daheim für einen richtigen
Sitzplatz für ihre Kinder zu sorgen !
Heben und Tragen
Durch falsches Heben und Tragen wird frühzeitig der Keim späterer
Wirbelsäulenschäden gelegt. Die kindliche und heranwachsende
Wirbelsäule und der restliche Bewegungsapparat ist äußerst
empfindlich auf Fehl- und Überbelastung. Durch richtiges Verhalten,
das geschult werden kann, ist es leicht möglich spätere
Probleme zu reduzieren und Dauerschäden zu vermeiden.
Schultasche
In diesem Zusammenhang ist auch das Gewicht der Schultasche von
Bedeutung. Es soll nicht mehr als 10% des Körpergewichtes betragen.
Die Schultasche soll auch korrekt getragen werden. Für Volksschulkinder
ist eine qualitativ gute, am Rücken getragene Schultasche sehr
wichtig. Für ältere Kinder kann auch ein Stadtrucksack
eine Alternative sein. Einseitiges Tragen von Aktentaschen sollte
vermieden werden.
Liegen auf richtigen Betten
Das gute Bett für jede Altersklasse soll aus einem Lattenrost
(ev.verstellbar und beweglich) und einer einteiligen Matratze bestehen.
Diese soll aus Latex oder Federkern bestehen und von Naturmaterialen
umgeben werden. Nicht der Preis allein ist für die Auswahl
entscheidend, sondern der Liegekomfort. Die Matratze soll mittelhart
sein und unbedingt ausprobiert werden. So ist eine optimale Form
der Wirbelsäule und ein erholsamer Schlaf möglich.
Schuhwerk
Der ideale Kinderschuh darf den Fuß nirgendwo einengen. Es
muß daher auf einen ausreichenden Spielraum vor allem nach
vorne geachtet werden. Zur Fußlänge soll daher immer
10-12 mm "Schub" dazugerechnet werden. Man kann sehr leicht
auf einem Karton den Fuß und die nötige "Reserve"
daheim schon abzeichnen, ausschneiden und dann zur Probe zum Schuhkauf
mitnehmen. Das ständige Tragen von Turnschuhen ist für
die Entwicklung des kindlichen Fußes schlecht, da er keine
Führung hat. Diese sollten daher nur zum Sport, sonst aber
gute Qualitätsschuhe mit fester Fersenführung getragen
werden. Eine regelmäßige Größenkontrolle des
wachsenden Fußes und ausschließlich neue Schuhe (nicht
von den Geschwistern übernommen) sind nötig !
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