Sie haben Schmerzen?

Die extrakorporale Stosswellentherapie könnte Ihnen helfen.

Was ist "extrakorporale Stosswellentherapie" ?

Ausserhalb des Körpers werden durch einen elektromagnetischen Stosswellen-Emitter Schallwellen erzeugt, ähnlich wie bei der Nierensteinzertrümmerung. Je nach Intensität unterscheidet man "niedrig-energetische" und "hoch-energetische" Stosswellen. Die Schallwellen werden durch eine akustische Linse in Form eines etwa 5 mm grossen Reiskorns fokussiert und über ein Wasserkissen und Koppelmedium unter Kotrolle durch ein Ultraschallgerät direkt auf das Schmerzzentrum des Patienten gerichtet. Bei niedriger Dosierung entstehen fast keine Schmerzen. Bei hoher Dosierung muss eine zusätzliche Lokal- oder Allgemein-Anästhesie angewandt werden.

Bisher nimmt man an, dass die Schallwelle zu einer Überreizung der schmerzleitenden Nerven und dadurch zu einer Abnahme der Empfindlichkeit und zur Schmerzlinderung führt. Gleichzeitig wird eine "Botschaft" an das zentrale Nervensystem übermittelt, die die körpereigene Reparatur in Gang setzt und den Schmerzzyklus unterbricht.

Neueste Forschungen an Fischembryonen zeigen, dass "Stosswellen" den Gewebeverband lockern und Kontakte zwischen den Zellen lösen. Dadurch könnte die Schmerzwahrnehmung und -weiterleitung unterbrochen werden. Überdies wirken die Stosswellen vermutlich direkt auf die freien Nervenenden der Schmerzfasern - die sogenannten Nozizeptoren - und zerstören diese teilweise. In der Folge kann sich der Schmerz nicht mehr äussern.




Bei der "Kalkschulter" wird das Kalkdepot direkt beeinflusst und meist aufgelöst. Dadurch kommt es zu einer sofortigen Abnahme des Reizstandes und Schmerzes im Schultergelenk.

Aber auch bei verzögert oder nicht verheilenden Knochenbrüchen ist die Stosswellenbehandlung zweckmässig: ein Heilungsprozess kann durch die Schallwellen ausgelöst und neuerlich in Gang gesetzt werden.

Wann kommt eine extrakorporale Stosswellentherapie in Frage ? (Indikationsbereiche)

Die Behandlung ist erst angezeigt, wenn einfacher Behandlungsmethoden nicht zum Ziel führen und sonst eine Operation ansteht. Aber auch mit dieser Behandlung ist kein 100%-iger Therapieerfolg verbunden!




Gute Ergebnisse der Behandlung sind zu erwarten bei:

  • Knochennahe Weichteilschmerzen (Ansatztendinosen) an: Ellbogen, Hüfte, Knie, Ferse
  • Kalkschulter (Tendinitis calcarea)
  • Pseudarthrosen (nicht oder verzögert verheilende Knochenbrüche)
Wann kommt eine extrakorporale Stosswellentherapie NICHT in Frage ? (Kontraindikationen)
  • Blutgerinnungsstörungen oder Behandlung mit Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen
  • Cortisoninjektion 6 Wochen vor der geplanten Behandlung
  • Behandlung von Rippen, Wirbelsäule, Schädelknochen oder innenliegenden Weichteilen
  • Herzschrittmacherpatienten
  • Infektionen an Haut und Knochen oder lokale Hautreizungen
  • Schwangerschaft
  • Gut- oder bösartige Tumoren
  • offene Wachstumsfugen bei Kindern

Wie läuft eine Behandlung mit der "Stosswelle" ab ?

Die Behandlung erfolgt prinzipiell ambulant in einer, zwei oder manchmal mehreren Sitzungen in etwa monatlichen Abständen.

Der Schallkopf des Behandlungsgerätes wird im Sitzen oder Liegen direkt auf die zu behandelnde Stelle gerichtet. Dazu braucht der Patient bei "niedriger" Dosierung keine Betäubung. Wesentliche Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Kurz danach kann der Patient den Behandlungsort selbstständig verlassen.




Wie sind die Kosten einer "extrakorporalen Stosswellentherapie" ?

Noch gibt es in Österreich bisher nur teilweise Vereinbarungen mit Krankenkassen oder Privatversicherungen. Erkundigen Sie Sich bitte in der Praxis nach den aktuellen Tarifen. Wenn Sie Glück haben, kann mit einer Sitzung Ihr Problem weitgehend behoben sein!

Die saldierte Rechnung sollte unbedingt bei Ihrer Krankenkasse oder Privatversicherung eingereicht werden. Je mehr erfolgreich behandelte Patienten vorsprechen, umso mehr steigen Ihre Chancen, dass die Methode von der Kasse oder Versicherung abgerechnet wird und Sie damit einen Grossteil des bezahlten Betrages zurückerhalten !

Wie kann ich mich zur Behandlung anmelden?

Bitte melden Sie Sich persönlich oder telefonisch in der Praxis, senden Sie ein Fax (0512/577204-5) oder ein E-Mail unter der Adresse: praxis@oberthaler.com. Eine Vorbesprechung und Untersuchung in der Praxis ist vor einer geplanten Behandlung nötig!

>> Eine gute Information über Stosswelle >>!



Dr.med.Wolfgang Oberthaler
, M.Sc
Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

A-6020 Innsbruck, Südtirolerplatz 4/7
Tel: +43-512-577204
Fax: +43-512-577204-5

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