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Bandscheibenoperationen
Zur operativen Behandlung von Bandscheibenleiden kommen eine Reihe
von Operationsverfahren in Frage. Nur durch die Auswahl des geeigneten
Verfahrens ist mit einem entsprechendem Resultat zu rechnen. Die
genaue Abklärung und Diagnosestellung
vor und die geeignete Nachbehandlung nach
dem Eingriff ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Durch
optimale Aufklärung und nach dem Eingriff Information vor der
Operation kann der Patient durch seine Mitarbeit
dazu beitragen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Zur Diagnosestellung ist abgesehen von der Krankengeschichte und
der Untersuchung mit Befunderhebung eine genauere Untersuchung mit
bildgebenden Verfahren nötig. In
erster Linie dienen dazu konventionelle Röntgenbilder
im Stehen, eventuell auch in verschiedenen Körperhaltungen.
Ergänzend kommen Schnittbilder wie CT
(Computertomographie mit Röntgenstrahlen), im vielen Fällen
auch ein MRI (Magnetresonanztomographie)
und manchmal auch eine Myelographie (Kontrastmitteluntersuchung
der Nervenwurzeln) sowie eine Discographie
(Kontrastmitteluntersuchung der Bandscheibe). Je nach Ergebnis der
Untersuchungen sowie je nach Befund und Symptomen kommende folgende
Behandlungsverfahren in Frage:
- Konservative
Behandlung ohne Operation
- IDET
Eletrothermale oder Radiofrequenz Behandlung der Bandscheibe
- Percutane
Dekompression der Bandscheibe mittels LASER
- Endoscopische
Operation der Bandscheibe mit verschiedenen Sonden zwischen 3mm
und 6mm Durchmesser unter Verwendung von Videocamera, LASER und
Spezial-Instrumenten
- Offene Operation
der Bandscheibe, allerdings unter schonenden Voraussetzungen
- Implantate
zum Bandscheibenersatz (künstliche Bandscheibe)
- Verblockung
eines oder mehrerer Bewegungssegmente von vorne, hinten oder in
Kombination in minimal-invasiver oder offener Technik
Alle operativen Verfahren werden aus Sicherheitsgründen (Vermeidung
von Infektionen und Komplikationen) nur im hochsterilen Operationssaal
des Sanatoriums der Kreuzschwestern, Hochrum durchgeführt.
Die percutanen und endoscopischen
Verfahren (nur durch einen Einstich) benötigen lediglich
örtliche Betäubung und dauern zwischen 20 und 40 Minuten.
Der Patient kann sofort nach dem Eingriff aufstehen. Der stationäre
Aufenthalt dauert 1-2 Tage, auch ambulante Eingriffe sind möglich.
Konventionelle Operationen erfordern eine längere Nachbehandlung
und erfolgen in Allgemeinnarkose. Der Patient steht am ersten Tag
nach dem Eingriff auf, nach einer Bandscheibenprothese sogar am selben
Tag! Der stationäre Aufenthalt dauert in diesen Fällen 8
bis 14 Tage. Ein Mieder ist nur mehr im Ausnahmefall nötig. |